27.06.2016

Neue Regeln für die Solarbundesliga

Solarbundesliga: Zum Jahresbeginn wird das Punktesystem in der Solarbundesliga deutlich verändert. Ab Februar lässt sich dies auch in den Tabellen des Wettbewerbs auf www.solarbundesliga.de erkennen. Ein neues Wertungssystem und neue Größenkategorien sorgen für Schwung in dem beliebten Wettbewerb, an dem sich mehr als 2200 deutsche Kommunen beteiligen.

„Nachdem Solarstrom in den vergangenen Jahren immer mehr an Gewicht in der Solarbundesliga gewonnen hat, wollen wir mit der Regeländerung der Solarwärme wieder mehr Bedeutung verschaffen“, sagt Andreas Witt, einer der Solarbundesliga-Organisatoren. Gleichzeitig werde das Punktesystem etwas vereinfacht. Bisher gab je 3 Watt installierter Solarstromleistung pro Einwohner 1 Punkt und für jeden Quadratmeter Fläche bei Solarwärmeanlagen 100 Punkte. Nun gibt es einheitlich je Watt einen Punkt. Dafür wird die Fläche der Solarwärmeanlagen in Leistung umgerechnet, was auch einen besseren Vergleich zum Solarstrom erlaubt. Dabei wird von 700 Watt Leistung je Quadratmeter bei verglasten Solarwärme-Anlagen ausgegangen. Erhalten bleibt in der Solarbundesliga das Bonussystem, das eine möglichst einheitliche Nutzung von Solarstrom und -wärme belohnt. Im besten Fall können sich die Punkte durch das Bonussystem verdoppeln.

„Einige Kommunen haben jetzt deutlich mehr Punkte als vorher“, sagt Witt: „Und jede neu in den Kommunen erfasste Anlage bringt den Punktestand deutlich nach oben.“ Spannend werde das vor allem mit Blick auf den 1. Juni – das ist der Stichtag für die diesjährige Meisterschaft, die schon aufgrund des neuen Bewertungssystems entschieden wird.

Bei der diesjährigen Meisterschaft wird es mehr Sieger geben. „Wir haben die Größenklassen weiter differenziert“, erläutert Witt. Bislang sei immer ein Gesamtsieger gekürt worden, doch dies sei angesichts der großen Pro-Kopf-Leistungen in sehr kleinen Gemeinden nicht mehr angemessen gewesen. „Da konnten größere Gemeinden überhaupt nicht mehr mithalten“, so Witt. Der Ligaausschuss habe sich daher entschieden, jeweils Deutsche Meister in den einzelnen Größenkategorien auszuzeichnen. Außerdem wurde eine weitere Kategorie eingeführt. Ausgespielt wird die Solarbundesliga nun bei Großstädten (ab 100.000 Einwohner), bei Mittelstädten (mit 20.000 bis 99.999 Einwohnern), bei Kleinstädten (mit 5.000 bis 19.999 Einwohnern), bei Gemeinden (mit 1.000 bis 4.999 Einwohnern) und bei Kleinstgemeinden mit bis zu 999 Einwohnern.

Ausgezeichnet werden die jeweiligen Deutschen Meister bei der Meisterfeier der Solarbundesliga, die in diesem Jahr am 22. Juni im bayerischen Schalkham stattfinden wird. „Dieser Ort war in den vergangenen Jahren bei der Solarwärme mit mehr als 1,5 Quadratmeter Kollektorfläche je Einwohner immer an der Spitze“, berichtet Witt: „Es wird für die Teilnehmer interessant sein, sich diese Solargemeinde selbst einmal ansehen zu können und gerade angesichts der Regeländerung gibt es kaum einen passenderen Ort für die diesjährige Feier.“

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