31.08.2016

Interview mit Irm Scheer-Pontenagel: Erneuerbare brauchen Dynamik statt Steuerung

Foto: EUROSOLAR e.V.Solarthemen 463. 1988 hat Irm Scheer-Pontenagel gemeinsam mit Hermann Scheer EUROSOLAR, die Europäische Vereinigung für Erneuerbare Energien e.V., gegründet. Seit dieser Zeit war sie Geschäftsführerin dieser Organisation, die sich die Etablierung eines Energiesystems auf die Fahnen geschrieben hat, das zu 100 Prozent auf erneuerbaren Energien beruht. Die Geschäftsführung hat sie nun abgegeben.
EUROSOLAR ist keine Interessenvertretung von Unternehmen, sondern sieht sich selbst als politische Vordenkerin. Die Vereinigung ist auch politisches Netzwerk, in dem Politiker aus unterschiedlichen Fraktionen kooperieren, um strukturelle Änderungen des Energiesystems zu bewirken. So ist auch das Erneuerbare-Energien-Gesetz ein Ergebnis dieser politischen Arbeit.

Solarthemen: Sie haben sehr lange die Geschäfte von EUROSOLAR geführt. Was ist der Grund, diese Aufgabe nun in andere Hände zu übergeben?

Irm Scheer-Pontenagel: Alles hat seine Zeit. Als Hermann Scheer starb, war klar, dass sich einiges verändern würde. Andererseits war ich selbst jemand, der EUROSOLAR mit aufgebaut hat und somit sehr daran interessiert, dass die Arbeit für die Organisation und die Mitglieder nach seinem plötzlichen Tod nicht unterbrochen wird. Das war im ersten Jahr nicht einfach.

Doch es war wohl auch geplant und ist nun nicht überraschend, dass EUROSOLAR eine neue Geschäftsführung bekommt.

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Interview: Andreas Witt

Foto: EUROSOLAR e.V.