26.02.2017

Nur Verbesserungen für die Photovoltaik?

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Von Guido Bröer

„Seit 2012 gab es nur Verbesserungen für die Photovoltaik“ – so sprach Rainer Baake, Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, jüngst im Forum Neue Energiewelt in Berlin. Über das Raunen unter den gebeutelten Photovoltaik-Geschäftsleuten im Saal wird sich der gewiefte Polit-Stratege nicht gewundert haben. Baake wollte wohl andeuten: Die radikalen Bremsmanöver im PV-Markt habe noch die schwarz-gelbe Vorgängerregierung zu verantworten. Und wenn es nach ihm gehe, dann könne der PV-Markt in Deutschland gerne wieder wachsen, so war Baake zu verstehen.

Doch was tut die Bundesregierung in den letzten drei Jahren, um der Photovoltaik wieder auf die Beine zu helfen? Ist auf der einen Seite Einspeisen schon nicht mehr attraktiv, so belastet sie auf der anderen Seite Eigenstromverbrauch und Mitversorgung von Nachbarn durch abstruse juristische Definitionen, durch Bürokratie und mit Abgaben. Das gute Image der Erneuerbaren beschädigt sie derweil durch weitere Verzerrungen der EEG-Umlage. Wie soll eine solche Umlage Akzeptanz finden, wenn sie sich gerade dank dieser Regierung nicht mehr nach dem Verursacherprinzip legitimiert?!

„Das ist eine sehr dumme Politik“, sagte mir Eicke Weber, scheidender Direktor des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme im Solarthemen-Interview. Und er meint damit ausnahmsweise nicht das Gerede des Treibhaus-Leugners Donald Trump, in dessen Amerika der Professor nun zurückkehrt. Was den künftigen US-Präsidenten betrifft, so hofft Weber, dass selbst ein Donald Trump die ökonomischen Vorteile der erneuerbaren Energien erkennen wird, sofern er sich mit dem Thema ernsthaft befasst.

Wir lernen: Ohren steif halten und für bessere Zeiten arbeiten!

Guido Bröer

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