12.12.2017

Im Interview: Heiko Wuttke – Prokon lebt heute Partizipation

Heiko Wuttke, Vorstand der Prokon eG.

Heiko Wuttke, Vorstand der Prokon eG.

Heiko Wuttke ist Vorstand der Prokon eG. Die Genossenschaft ist 2015 aus der insolventen Prokon-Gruppe hervorgegangen. Deren Pleite kostete viele Kleinanleger damals einen Teil ihrer Ersparnisse. Publikumsbeteiligungen an erneuerbaren Ener­gien gerieten dadurch ins Visier der Öffentlichkeit und des Gesetzgebers. Die neue Prokon eG ist mit über 39.000 Mitgliedern die größte deutsche Energiegenossenschaft und einer der großen Windkraftbetreiber und -projektierer. Das folgende Interview führte Solarthemen-Reakteur Guido Bröer während der Windenergietage in Warmemünde.

Solarthemen: In der Insolvenzphase ist der Name Prokon sehr bekannt geworden, aber mit einem negativen Beiklang. Wie sehr belastet dies ihre tägliche Arbeit heute?

Heiko Wuttke: Die Zeit, in der es hoch her ging, war vor zwei Jahren abgeschlossen. Mittlerweile sehen wir keine große Belastung für den Namen Prokon mehr. Man muss aber unterscheiden: Das eine ist die breite Öffent­lichkeit, das andere sind die Akteure, mit denen wir normalerweise umgehen, etwa Projekteigentümer, Banken, Lieferanten. Für die hat sich inzwischen gezeigt, dass sie es mit einem soliden Unternehmen zu tun haben, mit dem man auch weiterhin vernünftig Geschäfte machen kann.Neben den beiden Bereichen Projektentwicklung und Bau sowie Service und Betrieb von Windenergieanlagen gibt es aber einen dritten Geschäftsbereich, den Stromvertrieb an Haushaltskunden, wo wir mit der breiten Öffentlichkeit zu tun haben. Da brauchen wir sicherlich etwas mehr Zeit. Aber auch dort zeigt sich nach und nach, dass wir wieder zurück sind.

Was ist seit der Insolvenz passiert? Nennen Sie mal ein paar Meilensteine.

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Interview + Foto: Guido Bröer