24.01.2018

Peter Stratmann, Bundesnetzagentur: Energiewende für alle möglichst preiswert machen!

Solarthemen. Peter Stratmann leitet das Referat für Erneuerbare Energien der Bundesnetzagentur. Im Solarthemen-Interview erklärt er, warum er es für den Erfolg der Energiewende entscheidend findet, dass Eigenverbraucher zur Finanzierung des Systems herangezogen werden. Stratmann meint, dass Mieterstrom besser „Vermie­ter­strom“ heißen sollte, und er erklärt, warum das Marktstammdatenregister keine Bagatellgrenze kennt.

Solarthemen: Herr Stratmann, die Energiewende ist Ihr Job. Wie zufrieden sind Sie mit deren Fortschritt.

Peter Stratmann: Ja, Energiewende ist mein Job, und das ist auch mein Herzensanliegen. Ich freue mich, dass ich die Gelegenheit habe, jetzt hauptberuflich zu tun, was ich früher als Hobby betrieben habe. Ich bin seit Jahrzehnten Mitglied im Bund für Umwelt- und Naturschutz und freue mich, wenn Deutschland einen Beitrag dazu leistet, dass die Welt ein besserer Ort wird. Eine der Hausaufgaben ist dabei die Bereitstellung von Energie. Ich finde es ganz hervorragend, dass Deutschland eine Vorreiterrolle übernommen hat, obwohl wir dafür nicht die günstigsten naturräumlichen Bedingungen haben. Ich reiße mir gerne auch persönlich ein Bein aus, damit wir hier erfolgreich sind. Und ich freue mich, in der Bundesnetzagentur an der Regelsetzung mitarbeiten zu können, beispielsweise daran, dass der Einspeisevorrang erhalten bleibt, auch wenn aus Brüssel diesbezüglich gerade einiges auf uns zukommt. Wir sind mit der Energiewende viel besser auf dem Weg als die Unkenrufe sagen.

Nicht alles, was dazu von der Bundesnetzagentur kommt, wird von Menschen, die sich ähnlich von Herzen wie Sie für die Energiewende engagieren, für zielführend erachtet. Beispiel: PV-Eigenverbrauch. Dazu geben Sie einen Leitfaden mit 135 Seiten heraus – wa­rum machen Sie es so kompliziert?

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Interview: Guido Bröer, Foto: Bundesnetzagentur