Kopf-an-Kopf-Rennen kurz vor Meldeschluss

Meister 2006Solarbundesliga: Spannend wie selten verlief in diesem Jahr der Endspurt in der Solarbundesliga. Am Ende die Überraschung: Gollhofen ist der neue Deutsche Meister der Solarbundesliga. Lange sah es so aus, als würde Rettenbach erneut Meister werden. Doch in den Tagen vor dem Meldeschluss ging es hin und her.

Erst ging Gollhofen in Führung, am 31. Mai zog Rettenbach wieder vorbei und konnte sich am Nachmittag noch durch eine brandaktuelle, niedrigere Einwohnerzahl weiter absetzten. Die Gollhofener wollten das nicht auf sich sitzen lassen und wurden am 1. Juni aktiv.

Spontan haben wir noch alle Solarwärmeanlagen im Ort erfasst“, sagt Harald Trabert vom Solarstammtisch Gollhofen, „wir haben ‘rumtelefoniert und sind in die Außenbereiche gefahren.“ Die Mühe lohnte sich, und die 825-Einwohner-Gemeinde siegte schließlich mit 676 Ligapunkten vor Rettenbach am Auerberg (631 Punkte) und Halsbach (553 Punkte). Aber auch die anderen Kommunen machten es spannend. In den letzten zwei Wochen vor dem Meldeschluss gingen insgesamt 421 Neu- oder Nachmeldungen ein und brachten Bewegung in die Rangliste. Insgesamt spielen nun 905 Städte und Gemeinden in der Solarbundesliga mit. Ihre 23,6 Millionen Einwohner bringen es auf zusammen 648850 Quadratmeter Solarwärme und 311565 Kilowatt Solarstrom. Und dazu kommen noch einmal 509 Ortsteile in der Ortsteilliga.

Das Überraschende in diesem Jahr ist, dass es neben Gollhofen gleich in drei weiteren Kategorien neue Sieger gab. Neuer Meister der Ortsteilliga wurde Neuhöflein (Heilsbronn) mit 1914 Punkten vor Brünst (Lehrberg) mit 1365 Punkten und Berolzheim (Bad Windsheim) mit 1360 Punkten. Vorjahressieger Lehenbuch (Schopfloch) landete dieses Mal auf Platz fünf.

Deutscher Meister in der Kategorie Solarwärme darf sich ab sofort das rheinland-pfälzische Schwerbach nennen. Es kommt auf 1,33 Quadratmeter solarthermische Fläche pro Einwohner. Das Nachsehen hat der viermalige Sieger dieser Kategorie, Schalkham (1,28 Quadratmeter Solarthermie pro Einwohner). In der Kategorie Solarstrom ist Heckhuscheid aus Rheinland-Pfalz mit 1185 Watt pro Einwohner Meister. Bei den Kleinstädten hatte erneut das bayrische Kastl die Nase vorne.

Die Solarbundesliga wird veranstaltet von der Deutschen Umwelthilfe und der Solarthemen/Solarboulevard-Redaktion. Alle Zahlen, eine Karte und die genauen Regeln im Internet unter www.solarbundesliga.de.

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