Wohnquartier mit lokaler Wind- und Solarversorgung

Solarthemen: Am Institut für Solarenergie in Hameln Emmertal (ISFH) wird untersucht, wie und in welchem Maß ein beste­hendes mit Wärmepumpen ausgestattetes Quartier mit lokalen erneuerbaren Energien versorgt werden könnte.
Seit dem vergangenen Jahr läuft das Projekt in dem bereits im Jahr 2000 gebauten Einfamilienhaus-Wohngebiet am Ohrberg in Emmertal in unmittelbarer Nachbarschaft des ISFH. Die Gebäude werden mit Wärmepumpen auf Basis eines sogenannten kalten Nahwärmenetzes und teilweise mit thermischen Solaranlagen beheizt.
Aktuell laufe die Anlage allerdings nicht gut, berichtete ISFH-Mitarbeiterin Elisabeth Schneider gestern während des Symposiums Solarthermie und innovative Wärmesysteme in Bad Staffelstein. Der Wärmetauscher, der aus der benachbarten Weser Energie für das 12 Grad kalte Netz als Wärmequelle für die Wärmepumpen entziehen soll, funktioniert nicht mehr. Stattdessen wird das Netz zur Hälfe mit Abwärme des Instituts zur anderen aus einem fossilen Spitzenlastkessel beheizt. Auch zahlreiche private Solarthermieanlagen, die auf etlichen Dächern der Einfamilienhäuser installiert sind, stellten sich bei der Bestandsaufnahme der Wissenschaftler als defekt oder schlecht eingestellt heraus.
Grund genug, die Energieversorgung des Quartiers nach 20 Jahren zu überarbeiten. Die Idee ist, Energieverbrauch und lokale Energieerzeugung so zu optimieren, dass eine vollständige Strom- und Wärmeversorgung aus erneuerbaren Quellen möglich wird. [/private]

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